Schwangerschaft

Ab Beginn der Schwangerschaft (positiver Schwangerschaftstest reicht) hat jede Frau ohne Überweisung des Arztes die Möglichkeit umfassende Hebammenhilfe in Anspruch zu nehmen.

Für die vielfältigen Fragen, Ängste, Untersuchungen und Beschwerden in der Schwangerschaft bin ich gern Ihre vertraute und kompetente Ansprech-partnerin.

Wir können uns zunächst unverbindlich in einem Vorgespräch kennen lernen. Dort ist Raum für erste Fragen und vor allem Ihre Wünsche, sowie die Absprache weiterer Betreuung in der Schwangerschaft bis hin zum Ende des ersten Lebensjahres Ihres Kindes.

Die Kosten für Beratungen und Hilfeleistungen in der Schwangerschaft, sowie Vorsorgeuntersuchungen trägt die Krankenkasse.

Hilfe bei Beschwerden

​​​Eine Schwangere durchlebt eine Zeit der Hormonumstellung, der körperlichen und psychischen Veränderungen, sowie der Lebenssituation. Dadurch kann es auch zu Beschwerden wie z.B. Übelkeit, Sodbrennen, Ver-stopfung, Kreislaufprobleme und Müdigkeit, Rückenschmerzen oder Wasserein-lagerungen kommen.

Hebammen sind Ansprechpartnerinnen bei jeglichen Beschwerden in der Schwangerschaft, auch außerhalb der Vorsorgetermine.

Häufig lassen sich diese durch Maßnahmen wie 

Ernährungsempfehlungen, Homöopathie oder Kinesio-Taping gut behandeln bzw. lindern.

Welche Vorteile könnte Vorsorge durch meine Hebamme für mich haben?

Viele Frauen wissen gar nicht, dass die regulären Untersuchungen in der Schwangerschaft auch von der Hebamme durchgeführt werden können oder fragen sich vielleicht, warum sie nicht einfach durchgehend bei ihrem Gynäkologen bleiben sollten zur Vorsorge!?

Grundsätzlich spricht natürlich nichts gegen die Vorsorge beim vertrauten Gynäkologen und es ist toll, wenn sie sich dort gut aufgehoben fühlen!

Aber es gibt auch Frauen, auf die die kommenden Vorteile einer Hebammenvorsorge zutreffen und somit eine

geteilte Betreuung (Hebamme und Gyn) in der Schwangerschaft interessant machen:

  • keine Wartezeiten in der Praxis, keine Anfahrt! Die Untersuchung führe ich bei Ihnen zu Hause durch

  • es ist keine Betreuung der Geschwister durch Familie oder Babysitter nötig, denn diese dürfen gerne dabei sein, wenn die Hebamme kommt

  • Sie erhalten eine fachlich fundierte zweite Meinung, ohne dafür einen Arztwechsel in Kauf zu nehmen

  • alle Untersuchungen, die zu einer Vorsorge gehören (s.o.) aus einer Hand (in Arztpraxen erledigen einen oft einen Großteil die Arzthelferinnen)!                                                         So läuft man keine Gefahr etwas zu übersehen und hat die Möglichkeit, direkt alle Befunde mit einer Fachperson zu besprechen

  • vertaute Umgebung bei der Vorsorge, sprich das heimische Sofa, nicht der Gyn-Stuhl etc. tragen zu einer entspannten Atmosphäre bei, was sich nicht nur auf den Blutdruck der Schwangeren und die Herztöne des Kindes positiv auswirkt, sondern auch meist mehr Offenheit für persönliche Fragen schafft

  • Da die Hebamme das tägliche Umfeld der Schwangeren mitbekommt und sich ein Bild von der häuslichen Situation machen kann, können Beratungsinhalte viel individueller auf Ihre Lebenssituation zugeschnitten werden (bei Bedarf auch Ausstellung einer Bescheinigung über die Notwendigkeit einer Haushaltshilfe möglich)

  • Durch das intensivere Kennenlernen der Hebamme während der Schwangerschaft, fällt es vielen Frauen im Wochenbett wesentlich leichter über Beschwerden und intime Fragen zu sprechen, da sich bereits ein vertrautes Verhältnis aufgebaut hat

  • Studien belegen, dass Frauen durch zusätzliche Hebammenvorsorge selbstbestimmter und mit mehr Vertrauen zum eigenen Körper durch die Schwangerschaft und die Geburt gehen und sich weniger "pathologisiert" fühlen

Vorsorge

Zusätzlich biete ich auch Schwangerschafts-vorsorgeuntersuchungen bei den werdenden Eltern zu Hause an.

Die Vorsorgen werden üblicherweise alle 4 Wochen, zum Ende der Schwangerschaft alle 2 Wochen durchgeführt. Gerne übernehme ich diese Untersuchungen weitestgehend oder auch im Wechsel mit Ihrem Gynäkologen, je nach Wunsch und individuellem Verlauf. 

Die Vorsorgearbeit richtet sich, genau wie beim Gynäkologen auch, nach den aktuellen Mutterschaftsrichtlinien und umfasst:

  • Kontrolle des kindlichen Wachstums, sowie der Lage des Kindes

  • Hören der kindlichen Herztöne

  • Blutdruck- und Urinkontrollen

  • Beobachtung der Gewichtszunahme der Schwangeren

  • Kontrolle auf Krampfadern und Wasser-einlagerungen 

  • Bestimmung des vaginalen pH - Wertes

  • Blutentnahmen und Abstriche

  • bei Bedarf CTG Überwachung

  • Gewichtsschätzung des Kindes und Beurteilen der Fruchtwassermenge

  • Ertasten des Gebärmutterhalses/ Muttermundes

  • Beratung zu Ernährung, Sport, Reisen etc.

Für die reine Vorsorgeuntersuchung plane ich ca. 20 - 35 min ein, sollten darüber hinaus individuelle Fragen oder Beschwerden bestehen, habe ich immer etwas mehr Zeit für die Hausbesuche eingeplant, um direkt auf eventuelle Beschwerden eingehen zu können. 

Was kann die Hebamme nicht leisten in der Schwangerschaft?

  • Eine Hebamme führt keine Pränataldiagnostik durch wie z.B. Messung der Nackenfalte, Fruchtwasseruntersuchung oder Chorionzottenbiopsie

  • Ultraschalluntersuchungen (bei regelrechtem Schwangerschaftsverlauf gelten laut den Mutterschaftsrichtlinien lediglich 3 Ultraschalluntersuchungen als notwendig und sinnvoll 9-12. SSW, 19.-22. SSW und 29.-32.SSW)

  • alleinige Vorsorge durch die Hebamme bei Risikoschwangeren

  • Rezepte für verschreibungspflichtige Medikamente ausstellen

Anika Siltmann

Hebamme

© 2018, Anika Siltmann